Das Ziel der Zirler Gunners gegen den HC Kuftstein stand unter dem Motto, sich ordentlich aus der Saison zu verabschieden. Das treue Zirler Publikum wurde auch mit einer enormen Leistungssteigerung gegenüber dem inferiorem Spiel der vergangenen Woche in Wattens belohnt.

Wie so oft in dieser Saison starteten die Zirler furios ins Match. Der pfeilschnelle Kanadier im Dress der Gunners, Ben Payne, netzte bereits nach 28 Sekunden zum 1:0 für die Hausherren ein. Man merkte dem Publikum aber an, dass eine schnelle Führung keine Sicherheit mehr aufkommen lässt in dieser Saison. Zu oft führten die Zirler Cracks schon und mussten nach der vollen Spielzeit als Verlierer vom Platz. Doch die Leistungssteigerung und die Moral der Spieler gaben trotzdem Grund zur Hoffnung. Bereits in der vierten Minute war es allerdings so weit: Die bemühten und ebenbürtigen Gäste aus Kufstein kamen durch Steiner zum zu diesem Zeitpunkt verdienten Ausgleich. 1:1 war dann auch der Pausenstand nach dem ersten Drittel und aufgrund des Spielverlaufs hätte sich keines der beiden Teams die Führung verdient. Die Stimmung in der Zirler Eisarena war gut, die Mannschaft zeigte Moral, scheute keine Zweikämpfe und hielt gut dagegen.

Das zweite Drittel fing an wie das erste aufgehört hatte, die Teams waren ausgeglichen, die Hausherren wirkten gut aufgestellt. Durch einen Konter gelang den Kufsteinern in der 37. Minute die Führung durch Holst. Ärgerlich für die Gunners, die bis dorthin ebenbürtig waren. So gingen die Mannen von Headcoach Martin Höller mit einem Tor Rückstand in die letzte Drittelpause. Auch Payne, der unangefochtene Scorerkönig der Eliteligasaison 2015/16, vermochte zu selten seine Schnelligkeit in brauchbare Chancen umzusetzen.

Den Fans blieb die Hoffnung auf ein Happy End im dritten Drittel. Doch es fing ganz anders an. Wie schon so oft in dieser Saison gab es eine Strafe auf Seiten der Gunners. Im Überzahlspiel erhöhte Leitner bereits in der 5. Minute im dritten Drittel auf 3:1 für Kufstein. Die Hoffnung des Publikums drohte zu kippen. Doch es schien ein Weckruf durch die Mannschaft der Zirler gegangen zu sein. Die Hausherren drehten um und zwangen die Kufsteiner in die Defensive. Der engagierte Fight der Zirler wurde bereits in der 52. Minute belohnt und Kraxner netzte sehenswert ein. Die Gunners drängten weiterhin, das Spiel wurde emotionaler, doch der Puck wollte nicht in den Kasten der Gäste. Die Zirlrer nahmen in den letzten Minuten den Goalie vom Feld und versuchten so ein Powerplay aufzuziehen. Leider sollte es kein Happy End geben. 10 Sekunden vor Schluss gab es ein Empty Net Goal durch Schopf für die Gäste aus Kufstein. Es wurde wieder nichts mit einem Heimsieg der Gunners. „Die Manschaft hat Moral bewiesen und sich nach der harten Niederlage gegen Wattens wieder aufgerappelt. In dieser Saison fehlt einfach zu oft das gewisse etwas“, meinte Obmann Pepi Baumann.